Die westlichste Stadt der Tschechischen Republik lockt mit ihren Museen und interessanten Orten in der Umgebung. Kommen Sie hierher, um die Atmosphäre einer abgelegenen und unverwechselbaren Region zu genießen, an einen Ort, wo sich die historischen Grenzen von Böhmen, Bayern und Sachsen treffen.

Geschichte in Stoff gewebt

Das Ethnographische und Textilmuseum in Aš erinnert hauptsächlich an die berühmte und langjährige Geschichte der Textilproduktion. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es über 120 Webereien, 53 Strickereien sowie 129 Strumpfstrickereien. Im Museum sind auch alte Werkzeuge, Strickmaschinen, Webstühle sowie historische Waffen zu sehen.

Außerhalb der bebauten Teile der Stadtteile, versteckt in den Wäldern, befindet sich einer der interessantesten Orte in Aš – der Aussichtsturm Háj und das angrenzende Sportareal. Der Aussichtsturm scheint wie aus einem gotischen Roman entsprungen, er ist eines der größten Steingebäude unseres Landes und der westlichste Aussichtsturm in der Tschechischen Republik. Kinder und Erwachsene können sich in der Sportanlage das ganze Jahr über austoben. Es gibt einen Verleih für Sommer- und Wintersportarten.

Drei alte Burgen

Liebhaber alter Burgen finden in der Umgebung von Aš gleich drei. Die erste davon ist die Ruine der Burg Neuberg im nahegelegenen Podhradí, die um die Wende des 12. und 13. Jahrhunderts von den Schwäbischen Rittern von Neuberg gegründet wurde. Erhalten geblieben ist ein runder Wachturm, der aus der Ferne eher an einen deplatzierten Leuchtturm erinnert. In Podhradí angekommen, besuchen Sie die barocke Kirche Dobrého pastýře (Zum guten Hirten) mit ihrem Holzinterieur und Malereien aus dem 18. Jahrhundert.

Die anderen beiden Burgen liegen etwas weiter entfernt, etwa zwanzig Kilometer südlich der Stadt. Die Burg Libá wird derzeit umgebaut, Teile davon sind jedoch für die Öffentlichkeit zugänglich. Erwähnenswert ist die Ausstellung “Der Lauf der Zeit”, die die architektonische Entwicklung der Burg und des Schlosses in den vergangenen Jahrhunderten einschließlich eines Ausblicks in die Zukunft präsentiert.

Einige Kilometer entfernt liegt die dritte Burg namens Seeberg, die auf dem Gelände einer befestigten Fliehburg oder Siedlung aus der Bronzezeit errichtet wurde. Sie wurde im 13. Jahrhundert gegründet und verbirgt heute interessante Ausstellungen. Eine davon ist beispielsweise dem dramatischen und blutigen Mord an Albrecht von Wallenstein gewidmet. Erhalten geblieben sind auch authentische Gebäude wie ein Turmspeicher, eine Fachwerkscheune und andere Gebäude, die an das Dorfleben im 18. Jahrhundert in der Region Cheb erinnern.

Grenzwälder

Die menschenleere Natur an der tschechisch-deutschen Grenze ist wirklich einzigartig. Zwischen den stillen, öden Wäldern und Felsen ragt das Naturdenkmal Goethova Skalka (Goethefelsen) hervor. Eine Gedenktafel an dieser 400 Meter langen Felsformation erinnert hier an den Aufenthalt von Johann Wolfgang Goethe.

Wenn Sie schon eine so weite Reise hinter sich haben, dürfen Sie sich den abenteuerlichen Besuch am westlichsten Punkt Tschechiens nicht entgehen lassen. Es ist ein im Wald versteckter Ort, der mit einem Granitstein markiert ist und der nur zu Fuß auf einem kleinen und leicht zu übersehenden Pfad zu erreichen ist. Mit Hilfe einer Karte schaffen Sie es locker.

Die Quelle der Bílý Halštrov (Weiße Elster), etwa sechs Kilometer von der Stadt entfernt, bietet eine Erholung nach all den Reisen durch die Region Aš. Machen Sie eine Rast auf einer Bank neben dem Denkmal.

Telefon: +420 354 524 211
E-mail: podatelna@muas.cz

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