Die Erfindung der Daguerreotypie wird allgemein als die Geburtsstunde der Fotografie angesehen. Die Daguerreotypie von Kynžvart, die von der UNESCO zum „Weltdokumentenerbe“ erklärt wurde, ist in dieser Hinsicht eine Rarität. Es handelt sich um eine der seltensten Fotografien der Welt, die ein Stillleben mit dem Motiv eines Künstlerateliers abbildet.

Es ist das Werk des Erfinders selbst, Louis Jacques Mandé Daguerre, das Fürst Metternich gewidmet ist, der auf der Rückseite handschriftlich die Bedeutung dieses Geschenks vermerkt hat. Der Erfinder hat 23 Jahre lang an der Erforschung dieser Methode gearbeitet. Er verwendete eine Metallplatte mit einer dünnen Silberschicht, um die Daguerreotypie mit Hilfe von Chemikalien herzustellen. Der Fotograf belichtete die Platte in einer Camera obscura, einem Vorläufer der Kamera. Der nächste Schritt bestand dann darin, das Bild sichtbar zu machen und es zu fixieren.

Das Schloss Kynžvart, in dem eine neue Ausstellung über die Daguerreotypie vorbereitet wird, ist auch wegen seiner umfangreichen Sammlung von Reliquien und Gegenständen aus aller Welt der berühmten Freunde des Fürsten Metternich einen Besuch wert, darunter eine ägyptologische Sammlung mit Mumien, ein Kuriositätenkabinett und eine Ausstellung von Waffen und Drucken.

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